Blog: Beichthaus

Wohl jeder Mensch hat bereits Peinlichkeiten erlebt, die er niemandem erzählen würde. Und jeder kennt mit Sicherheit auch den Drang es doch zu tun. Davon lebt Beichthaus, das Portal wo Jede/r anonym seine Sünden loswerden kann und der Welt sagen kann, was ihn von innen heraus förmlich zu zerfressen droht.

Und witzig ist definitiv, was man auf Beichthaus so zu lesen bekommt: Kleine oder große Gemeinheiten gegenüber Bürokollegen, verstopfte Toiletten, schief gegangene Dates, Angestellte die ihre Faulheit beichten, oberpeinliche Sexpannen und vieles mehr.

Seit ich die Seite zum letzten Mal besucht habe, hat sich auf Beichthaus übrigens einiges getan. Es gibt mittlerweile T-Shirts mit Beichten zu kaufen und einen stylishen Header Beichthaus auch bekommen. Und ganz im Community-Gedanken können die Beichten anderer User auch kommentiert und bewertet werden, was dann die Liste der beliebtesten Beichten ergibt. Vermutlich sind davon zwar so einige nur erfunden, aber trotzdem macht es Spaß sich durch die Liste der Top 100 zu scrollen. Einen deftigen Minuspunkt bekommen die Seiteninhaber, die seltsamerweise in Bangkok sitzen, von mir für übertrieben nervige Werbung und Popup-Fenster.

Übrigens ist mittlerweile auch ein Buch zu Beichthaus erschienen: Als ich meine Mutter im Sexshop traf: Die intimsten und peinlichsten Beichten der Welt beinhaltet laut Verlag „eine Vielzahl unverschämter, überraschender und provozierender Beichten aus allen möglichen Rubriken menschlicher Schwäche und Unmoral“. Ich würde es mir zwar eher nicht kaufen, aber ich finde, das ist ein echt witziges Geschenk…


Autor: Matthias Schaffer

Matthias Schaffer

Mehr über Matthias Schaffer erfährst du auf der Autorenseite von Wortjunkies.

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